Lernen Sie unser Support-Team kennen: Daniel Weuthen im Interview

Hallo Daniel, wie alt bist Du und was ist Deine Aufgabe bei MailStore?

Ich bin 33 Jahre jung und leite als Director Technical Support das internationale Support-Team der MailStore Software GmbH.

Wie lange arbeitest Du schon bei MailStore und was hast Du vorher gemacht?

Ich kam im Sommer 2009 zu MailStore. Zuvor habe ich 7,5 Jahre bei einem regionalen Full Service Provider gearbeitet und war dort primär in den Bereichen Linux-basierter IT-Security und E-Mail-Infrastrukturen, sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch bei Kunden vor Ort, tätig.

Welche Aufgabenbereiche umfasst Dein Job?

Neben der Verantwortung für die Arbeit des gesamte Support-Teams, gehören Aufgaben wie die Pflege der Dokumentationen, das Planen von Testumgebungen und die Koordination von Projekten mit anderen Abteilungen sowie teilweise die Betreuung unserer eigenen Infrastruktur zu den eher alltäglichen Aufgaben. Darüber hinaus wirke ich im Management-Team an Entscheidungsprozessen der Produkt- und Unternehmensstrategie mit.

Arbeitest Du derzeit an bestimmten Projekten?

Aktuelle führe ich diverse Tests durch, um die für MailStore Server 9 nötigen Änderungen, mit dem Ziel der weiteren Performanceoptimierung, gemeinsam mit der Entwicklung zu definieren. Außerdem finden derzeit die Planungen für die in den kommenden Monaten anlaufenden „MailStore Services“ statt, sowie die Durchführung der MailStore Service Provider Edition-Roadshow.

Welche technischen Gebiete deckst Du ab? Wo liegen Deine persönlichen Schwerpunkte?

Mein fachlicher Schwerpunkt ist auch heute noch in den Bereichen IT-Security, Netzwerk- und E-Mail-Infrastrukturen angesiedelt, was ich weiterhin als sehr abwechslungsreich und spannend empfinde. Im Bereich E-Mail-Infrastrukturen bin ich primärer Ansprechpartner für mein Team, wenn Fragen zu nicht-Windows E-Mail-Servern auftauchen. Da mir die Themen Sicherheit und Datenschutz auch persönlich sehr am Herzen liegt, spielen diese stets bei allen Planungen und Implementierungen eine große Rolle.

Was macht das Thema E-Mail-Infrastrukturen und Archivierung aus Sicht des technischen Supports besonders? Gibt es hier spezielle Herausforderungen?

Das Großartige aber zugleich Schwierige an unseren Infrastruktur-Produkten ist die Abhängigkeit von vielen anderen Komponenten. Dies erfordert in den meisten Fällen eine ganzheitliche Betrachtung von Kundenumgebungen, um Probleme zu lösen.

Da haben wir auf der einen Seite die unterschiedlichsten E-Mail-Server, Netzwerkkomponenten und sonstigen zentralen Infrastruktur-Komponenten, auf der anderen Seite verschiedene E-Mail-Clients und Virenscanner. Dies birgt immer die Möglichkeit, dass Ursachen für Probleme woanders liegen, als man sie anfänglich vermutet. Jeden Kunden und jeden Fall dabei als individuelle persönliche Herausforderung zu betrachten und die bestmögliche Lösung zu finden, sorgt dabei dauerhaft für ein hohes Maß an Abwechslung bei der Arbeit im technischen Support, stellt aber auch die Herausforderung dar, sich kontinuierlich auf Neues einzulassen.

Was war der kniffligste Fall, den Du bis jetzt gelöst hast?

Das ist wirklich schwer zu sagen, weil einfach so häufig Fälle auftauchen, wo die Lösung alles andere als offensichtlich ist.

Einer meiner Lieblingsfälle begann damit, dass bei einem Kunden bei jeder Anmeldung mit dem Outlook Add-in an das Archiv eine mehrsekündige Verzögerung auftrat. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Schnellsuche gehabt. Das Problem trat aber nur bei Nutzern auf, welche gegen das Active Directory authentifiziert wurden.

Nachdem alles Offensichtliche ausgeschlossen wurde, habe ich mit dem Protokoll-Analyzer „Wireshark“ auf dem MailStore Server Computer den Datenverkehr mitgeschnitten und analysiert. Dabei zeigte sich, dass dieser vor jedem Verbindungsversuch zum Domain-Controller eine Namensauflösung für selbigen per NetBIOS Name Service (NBNS) versuchte (NBNS ist seit Windows 2000 nicht mehr notwendig). Erst nach je drei unbeantworteten Broadcasts im Abstand von 700ms wurde der lokale DNS-Cache verwendet und die Verbindung hergestellt. Da bei einer Kerberos-basierten Windows-Authentifizierung mehrfach LDAP-Verbindungen zum Domain Controller aufgebaut werden und jegliche andere Kommunikation ohne Verzögerung ablief, war die Ursache gefunden und nach entsprechender Anpassung der Netzwerkkonfiguration war das Problem auch schnell behoben.

Bist Du auch privat an IT interessiert? Womit beschäftigst Du dich gerade?

Ich bin in der glücklichen Situation mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben und beschäftige mich daher auch außerhalb meiner Arbeit  sehr viel mit IT. Allerdings mache ich dabei als bekennender Linux- und Open-Source-Anhänger einen großen Bogen um das Redmondsche Betriebssystem und administriere meine eigenen Linux-basierten Web- und E-Mail-Server, erweitere das heimische HTPC-System um weitere Funktionen, betreue das ein oder andere Web-Projekt und spiele aktuell mit einem Raspberry Pi rum.

Was machst Du am liebsten, wenn Du Dich nicht gerade mit IT beschäftigst?

Sehr viele spannende Sachen, über die man bei einem gemeinsamen Essen und einem guten Glas Wein sehr viel mehr erfährt, als man auf Webseiten über mich lesen kann. Datenschutz… Du weißt schon ;).

Lesen Sie auch die Mitarbeiter-Interviews mit Dave Warren, Lars Talaschus und Björn Meyn.

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