Microsoft stellt seine Exchange Web Services (EWS) für Microsoft 365 ein: Was bedeutet das für MailStore-Kunden?
Microsoft hat angekündigt, Exchange Web Services (EWS) ab dem 1. Oktober 2026 nicht länger für Exchange Online zu unterstützen. Diese Entscheidung betrifft somit alle Unternehmen die EWS in Kombination mit Exchange Online (Microsoft 365) nutzen – und damit zahlreiche Drittanbieter-Lösungen.
Die gute Nachricht: Mit MailStore sind Sie bestens auf eine Umstellung vorbereitet.
Was sind eigentlich Exchange Web Services und wofür werden diese benötigt?
EWS ist eine ältere Technologie, die speziell für den Zugriff auf Exchange-Daten entwickelt wurde. Die API ermöglicht den Zugriff auf Daten von Microsoft Exchange Server und Exchange Online, darunter E-Mails und Postfächer. Für Drittanbieterlösungen wie Archivierungssysteme ist EWS bislang eine zentrale Schnittstelle.
Was geschieht im Oktober?
Microsoft plant ab dem 1. Oktober EWS für Exchange Online abzuschalten. Diese Entscheidung zwingt Hersteller dazu auf die Microsoft Graph API zu wechseln.
Microsoft Graph ist die moderne Schnittstelle für die gesamte Microsoft 365-Welt – von Outlook über Teams bis hin zu OneDrive. Diese API ermöglicht den Zugriff auf Ressourcen und Dienste innerhalb von Microsoft 365 und dient als zentrale Schnittstelle für Integrationen.
Was ändert sich für MailStore Server und die MailStore SPE?
Die seitens Microsoft initiierte Abschaltung von EWS wird – je nach Einstellungen in der Archivierungslösung – eine Anpassung in MailStore Server und der MailStore SPE erfordern.
Denn: Bisher über EWS angesteuerte Archivierungsmethoden innerhalb von MailStore Server und der MailStore SPE können ab dem 1. Oktober nicht mehr bedient werden und laufen dann auf Fehler. Dies betrifft die untenstehenden MailStore Kunden. Kunden, die MailStore Cloud nutzen, sind von der Abschaltung von EWS nicht betroffen.
Folgende Einstellungen sind voraussichtlich ab Oktober im Detail betroffen:
- Import von Exchange Online-Postfächern
- Import von Exchange Online-Archivpostfächern
- Import von Exchange Online Öffentlichen Ordnern (Public Folders)
- Export von E-Mails nach Microsoft 365 (Bulk Export)
Ihre nächsten Schritte für eine sichere Umstellung
Um für die Umstellung bestens vorbereitet zu sein, haben wir einige Empfehlungen im Folgenden zusammengestellt:
- Ersetzen Sie beizeiten – wenn vorhanden – Öffentliche Ordner (Public Folders) durch Gruppen-Postfächer (siehe Empfehlung von Microsoft). Hierzu wird es unsererseits noch Updates geben, bis dahin besteht für Sie kein zwingender Handlungsbedarf. Behalten Sie unseren Blog im Blick.
- Wir begleiten Sie: Wir stellen rechtzeitig Anleitungen und Werkzeuge zur Verfügung, welche Ihnen die Umstellung von EWS-basierten Archivierungsprofilen erleichtern. Bis dahin müssen Sie selber nichts unternehmen.
- Planen Sie die Migration der Exchange Online-Archivpostfächer zu MailStore idealerweise vor Oktober, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen
- Bitte beachten Sie: Für den Fall, dass Sie Exchange Online Kiosk, Microsoft Office 365 und Office 365 F1/F3 nutzen, sollten Sie schon bis Juni die Umstellung vornehmen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
- Wir halten Sie auf dem Laufenden: Wir werden immer wieder Ankündigungen veröffentlichen, um für Sie den Umstieg so leicht wie möglich zu machen. Verfolgen Sie gerne unseren Blog, die Release-Ankündigungen und natürlich auch den Changelog.
Und nicht zu vergessen: Halten Sie Ihre MailStore-Version aktuell. Regelmäßige Updates sorgen dafür, dass Sie von neuen Funktionen profitieren und Sie die Software immer aktuell halten.
Schon im kommenden Release 26.1 Mitte Januar werden erste Anpassungen erfolgen. Über alle Änderungen in MailStore informieren wir, wie gewohnt, in unseren Changelogs.